Ich muss feststellen, dass sich beim Bauen die gleiche Wegwerfmentalität wie in anderen Industriezweigen entwickelt. Es werden zwischenzeitlich sehr gut gebaute Häuser aus der Nachkriegszeit weggeworfen um dann in heutigem (Bau)Stil eine 0815-Architektur hinzustellen die am ehesten noch den Ausdruck der Egozentrik des Bauherrn vermittelt, als ansprechende Architektur, geschweige denn einen energetischen Inhalt noch irgendeine Nachhaltigkeitsabsicht ablesen lässt. 
Häuser die in dieser Zeit gebaut wurden sind solide und robust. Durch einen Abriss werfen wir 400 000 bis 700000 kWh Herstellungsenergie weg, um dann mit der gleichen Herstellungsenergie Gebäude zu errichten, die sich dann Passivhaus oder Niedrigstenergiehaus nennen, jedoch die weggeworfene Energie nie mehr einsparen können. Dies ist einer der Gründe weshalb wir die CO2-Ziele nicht erreichen.
 
Der Altbaubereich ist anteilig mit über 90 % an dem Drittel Energieverbrauch durch Gebäude des Gesamtenergieverbrauchs in der BRD verantwortlich. Deshalb müssen wir diese Gebäude sanieren, sanieren und nochmals sanieren. 
Leider orientiert sich die Energieeinsparverordnung von Grund auf an Neubauten und implementiert somit dass ein Neubau besser ist als ein Altbau. Dies stimmt aber nur so man nur den Energieverbrauch im laufenden Betrieb betrachtet. Berücksichtigt man die Herstellungsenergie mit, so erhält man ein sehr positives Ergebnis bei der Sanierung, da ja beim Neubau die Herstellungsenergie vergleichsweise miteingerechnet werden muss.
 
 
 
 
WasserwerkProjekt Wasserwerk UttenweilerProjekt Wasserwerk Uttenweiler OstansichtProjekt Wasserwerk Uttenweiler Treppe von obenProjekt Wasserwerk Uttenweiler unterm DachProjekt Wasserwerk Uttenweiler unterm Dach 2IMG 1198maurerbruno pumphaus sofamaurerbruno pumphaus grundriss 1maurerbruno pumphaus grundriss 2
 
maurerbruno pumphaus Kuechemaurerbruno pumphaus kueche 2
 
Das Wasserwerk kann ab Beginn der Sommerferien gemietet werden. Bitte unter 07374 920489 buchen.
 
 

Erde, Wasser, Feuer, Luft 

kam den Ingenieuren 1928 in den Sinn, als sie sich Gedanken über die Gestaltung des neu errichteten Wasserwerks machten. Die klassischen Elemente wurden die Grundlage für die Farbgebung des neu errichteten Gebäudes, in dem die Pumpen der Firma Klein, Schänzlin und Becker A.G. die Wasserleitungen in Uttenweiler mit dem kostbaren Nass sprudeln ließen. Nur gut dreissig Jahre bis Anfang der 1960er war es in Betrieb und stand seither ungenutzt dem Verfall preisgegeben auf der Wiese. 2016 konnte es endlich erworben werden, wurde instand gesetzt und steht nun Feriengästen zur Verfügung.

Über eine Spindeltreppe gelangt man zum Schlafen unter das Pyramidendach. Im 25 Quadratmeter großen Erdgeschoss findet man neben dem Kochbereich mit Spülmaschine und Kühlschrank einen Esstisch am Sofa und im hinteren Bereich durch Schiebetüren getrennt das WC und die Dusche.

Aus Gründen der Nachhaltigkeit erfolgte die Ausführung unter Verzicht auf umweltgefährdende Baustoffe und Materialien. Neben maximalem Erhalt wurde bei der Ertüchtigung der Aussenhülle auf mineralische Baustoffe zurückgegriffen, Schaumglas im Sockelbereich, Perlite gefüllte Mauersteine und Mineralwolle erfüllen diesen Anspruch ebenso wie ein mineralischer Aussenputz mit mineralischem Anstrich. Polycarbonat als Kunstoff kommt nur bei der Luftkollektorkonstruktion zum Einsatz, sie ist zerlegbar und somit vollständig recyclebar. Neue Holzfenster ergänzen die Alten zu Kastenfenstern. Neben dem Erhalt des bestehenden Terrazzobodens im Innern wurden Holz und Beton sowie Lehmputz und Tadelakt verwendet.
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok